Der Miniature American Shepherd

Der Miniature American Shepherd war bis anhin als Miniature Australian Shepherd, liebevoll “Mini Aussie” genannt, bekannt.  Er wird in den USA seit 1968 gezielt gezüchtet. 

Seit Mitte 2011 ist der Miniature American Shepherd im American Kennel Club (AKC) anerkannt worden und wird dort als eigenständige Rasse geführt. Um dies zu erreichen, mussten der Name geändert werden. Der Mini American Shepherd wird nun nicht nur eine Variation des Australian Shepherd sein, sonder eine eigenständige neue Rasse. Zu Vergleichen ist das wie z.B. beim Colli und Sheltie.

Bei uns ist diese Rasse eher unbekannt.

Der Mini Ami steht seinem grossen Bruder dem Australian Shepherd in nichts nach. Sein äusseres Erscheinungsbild entspricht exakt dem Standard Aussie, bis auf die Grösse versteht sich. 

 

Genau wie der Standard Australian Shepherd ist auch der Mini Ami ein aktiver, intelligenter, aufmerksamer und leicht erziehbarer Hund. Wobei er in der Erziehung wie jeder andere Hund auch, eine liebevolle und konsequente Hand braucht. Der Mini Ami ist jedoch sehr gelehrig und sensibel und schliesst sich seinem Menschen sehr nah an. Er möchte seinem Besitzer gefallen und ist daher sehr gut und leicht trainierbar.

Familienhund?

Ja, aber nur bei genügender Auslastung und richtiger Führung!

Der Mini Ami ist ein Familienhund, der den direkten und engen Kontakt zum Menschen braucht. Durch seine hohe Intelligenz ist er ausgezeichnet für alle Hundesportarten geeignet. Sei es Agility, Obedience, Flyball, Dogdancing oder die Begleithundeausbildung, fast alles ist möglich! Daher sollte mit dem Mini Ami auch gearbeitet werden. Man braucht keine Schafherde zu Hause zu haben, um den Mini Ami zufrieden zu stellen, aber einfach nur ein oder zwei Spaziergänge am Tag werden ihm auf die Dauer nicht ausreichen. Jedoch ist es auch wichtig zu wissen, dass Sie für genügend Ruhe für den Hund sorgen müssen. Gerade Welpen und Junghunde finden anfangs den Schlusspunkt von Aktivitäten und Spielt nicht. Es ist aber sehr wichtig, dass das zur Ruhe kommen und Ruhe einhalten können von Anfang an trainiert wird. Denn gerade Hunde dieser Rasse neigen dazu nervös und gestresst zu werden, wenn sie überfordert werden. 

Seine handliche Grösse, die durchschnittlich zwischen 35 und 46 cm liegt, macht ihn zu einem genialen Begleiter in allen Lebenslagen.

 

Ich möchte auch daraufhin weisen, dass der Mini Ami, genau wie der Australian Shepherd eher "fremdenscheu" ist. Dies hat eine lange Begründung in der ursprünglichen Aufgabe der  Hunde.

Das bedeutet, dass der Mini Ami je nach Veranlagung und Prägung, unter Umständen Mühe mit fremden Menschen, sprich Besuch hat. Insbesondere sind dies oft Männer oder auch Kinder.

 

Die eigenen Kinder der Familie sind kein Problem für den Mini Ami. Aber wo Kinder sind, kommen meist viele Kinder zu Besuch. Hier kann es sein, dass der Hund davor geschützt werden muss in Besuchssituationen nicht in Bedrängnis zu geraten. 

 

Hier möchte ich zur Untermalung ein Rasseportrait verlinken, was ich als sehr zutreffend und fachlich fundiert geschrieben finde:

https://www.easy-dogs.net/?id=1135

Erscheinungsbild

Der Mini Ami hat ein ausgewogenes Erscheinungsbild. Er ist etwas länger als hoch und hat ein Fell mittlerer Länge. Das Fell ist ausgesprochen pflegeleicht und meist reicht es aus, wenn man es einmal in der Woche bürstet. Die ausgesprochene Vielfalt in der Färbung des Fells, machen jeden Mini Ami zu einem Unikat! Der Australian Shepherd hat eine lange oder eine natürlich angeborene Stummelrute. Daher wird die Rute in den USA kupiert, um ein einheitliches Erscheinungsbild zu schaffen. So auch beim Mini Ami. Bei uns ist dies zum guten Glück verboten. Der Mini Ami ist ein sehr aufmerksamer und lebhafter Hund, der viel Ausdauer hat und am Leben seiner Familie teilhaben will.

 

Charakter

Der Australian Ami ist ein Hütehund. Er ist sehr intelligent und lernfreudig und leicht zu trainieren. Er ist ein äusserst sensibler Hund und nur mit einer positiven Trainingsform kommt man dieser Eigenschaft entgegen. Falscher Ehrgeiz des Besitzers und harte Erziehungsmethoden können diesen Hund zu einem verängstigten oder frustriert aggressiven Hund machen.

Fremden gegenüber zeigt er eine gewisse Reserviertheit, hier ist jedoch zu sagen, dass jeder Hund wieder anders ist und besonders in diesem Punkt kann die Eigenschaft sehr variieren.

Ist es aber so, dass man einen Mini Ami hat, der Mühe mit fremden Menschen hat, ist es Aufgabe des Besitzers ihn vor Situationen zu schützen, die ihn in Bedrängnis bringen. Dies ist je nach Ausprägung der Problematik, nicht immer ganz einfach und erfordert ein gutes Management des Besitzers. Deshalb sei an dieser Stelle gesagt, dass die Bezeichnung „ein guter Familienhund“ in diesem Punkt nicht immer erfüllt ist. Denn eine Familie hat in der Regel oft Besuch.....

Auch habe ich oft Anfragen, ob sich der Mini Ami eignet um eine Therapie-Hunde Ausbildung zu machen? 

Dazu ist meine Antwort: Wenn es ihr Wunsch ist einen Hund zu bekommen, mit dem Sie diese Ausbildung unter allen Umständen machen möchten, dann rate ich eher davon ab eine Welpe dieser Rasse zu nehmen. Es ist viel zu ungewiss, ob sich der Welpe so entwickelt, dass er dieser anspruchsvollen Aufgabe gewachsen ist. Ein Therapiehund muss und soll sich immer und in jeder Situation von fremden Menschen mit Freude berühren lassen. In den seltensten Fällen ist es das, was ein Aussie möchte! Auch wenn er keine Mühe mit Fremden hat, aber hier sollte man ehrlich sein und eine Rasse wählen, die von Natur aus alle Menschen gern hat!!!

 

Es gibt sicher einzelne Aussies, die diese Eigenschaft haben, aber auch bei Nachkommen solcher Hunde kann Ihnen niemand garantieren, dass Ihr Welpe diese Eigenschaft auch hat.